Wacken – Ein jeder Anfang ist schwer

Heute ist das Wacken Open Air eines der größten Heavy-Metal-Festivals der Welt, doch war der Start des Festivals alles andere als einfach und der spätere Erfolg war sicherlich nicht immer absehbar.

Der Erfindung des Wacken Open Airs

Wie so viele gute Ideen, beginnt die Idee vom Wacken Open Air bei einem Raststättenbesuch. Thomas Jensen und Holger Hübner waren Musiker und entwickelten bei einer Pause auf der Autobahn die Idee eines großen Open-Air-Festivals in einer Kiesgrube in der Nähe der Ortschaft Wacken. Sie überredeten noch zwei weitere Mitglieder der Band Jensens, Skylines, an der Ausrichtung mitzuwirken. Das waren Andreas Göser und Thomas Jensens Bruder Jörg. Die Kiesgrube wurde bis dato von einem Motorrad-Club genutzt, der sich aber recht schnell auf die Festival-Idee einließ. Klar war von Beginn an die Festlegung des Festivals auf Rock und Metal. Außerdem wurde das Festival direkt als Festival mit Campingmöglichkeiten geplant.

Die ersten Jahre und große Probleme

Das erste Wacken Open Air fand am 24. und 25. Augist 1990 statt und hatte bereits 800 Besucher. Dabei wurde das Festival weitestgehend privat, durch Hilfe von Freunden und Familie von den vier Ausrichtern betreut.

Nachdem zunächst hauptsächlich regional bekannte Bands auftraten, kamen 1992 international renommierte Bands, wie Blind Guardia oder Saxon. Insgesamt wurden die Bands immer internationaler und die Durchführung immer professioneller. Die Organisatoren nutzten zudem ihre Erfahrung, die sie durch die Organisation von Motörhead- und Dio-Konzerten in Norddeutschland hatten.

Doch trotz steigender Zuschauerzahlen und organisierter Konzerte stieg das finanzielle Minus der Veranstalter immer weiter, sodass Jörg Jensen und Andreas Göser schließlich 1994 aus der Veranstaltung ausstiegen. In diesem Jahr kam es zudem zu privaten Rückschlägen für die anderen beiden Veranstalter.

Doch nach diesem „Seuchenjahr“ ging es langsam bergauf für das noch recht kleine Festival. Es kamen weitere bekannte Bands und die Zuschauerzahlen stiegen, sodass die Veranstalter zumindest kein Minus mehr machten. Außerdem generierte das Festival zunehmend mediales Interesse.